Die Erfindung der Einbauküche von Margarete Schütte-Lihotzky

Beitrag vom 08.03.2019

Die Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky arbeitete in den 1920er Jahren im Rahmen eines Wohnungsbauprogrammes in Frankfurt an der Entwicklung einer modernen, platzsparenden und optimierten Arbeitsküche. Durch den Wohnungsmangel und der steigenden Weltbevölkerung nach dem ersten Weltkrieg war es das Ziel des Frankfurter Wohnbauprojekts günstige und kompakte jedoch auch effiziente Sozialwohnungen zu bauen.

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Margarete Schütte-Lihotzky wurde als Leiterin der Abteilung “Hausrat” damit beauftragt eine Küche für die neuen, kleineren und anders aufgeteilten Sozialwohnungen zu entwerfen. Bisher war die Wohnküche der zentrale Raum in der Familie zur damaligen Zeit, dies konnte jedoch durch die baulichen Änderungen nicht mehr so umgesetzt werden. Aus diesem Grund machte sich die Architektin zum Ziel eine Küche zu entwerfen, die es zuließ so wenig Zeit wie möglich in der Küche verbringen zu müssen.

Sie schaffte eine Gestaltung der Küche, die die Arbeitsschritte beim Kochen erleichterte, das Verstauen aller notwendigen Geräte (dort wo sie gebraucht wurden) ermöglichte und sparte somit Zeit und Platz ein. Sie optimierte die Arbeitsvorgänge und verringte somit den Arbeitsaufwand.

Die Frankfurter Küche von Margarete Schütte-Lihotzky wurde in tausende Sozialwohnungen eingebaut und somit zum Standard der modernen Küche. Sie ist der Archetyp der heutigen Einbauküche und ihre berühmte Erfinderin eine Pionierin ihrer Zeit.

Die Frankfurter Küche ist für das MAK (Museum für angewandte Kunst) nachgebaut worden und ist dort zu besichtigen. 

Küchen Design 1060

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